Montag, 26. Mai 2008

Andreas über seine Entwicklung, Pick-Up und die Community


Mein hier auf dem Blog schon oft genannter und erwähnter #1 Wing, bandit oder banditpua hat einen Bericht verfasst. Er lässt seine letzten zwei Jahre, in denen er sich wahnsinnig verändert hat, Revue passieren und schreibt über Persönlichkeitsentwicklung, PU und die Community.

Da wir während unserer Entwicklung die letzten Jahre immer in sehr engem Kontakt & Austausch standen hat er eine sehr Ähnliche Interpretation und Auffassung von Pick-Up und Persönlichkeitsentwicklung wie ich, weswegen ich euch den Artikel nicht vorenthalten will.

Er erzählt darüber wie er seine erste Liebe kennenlernte, es natürlich versaute ;) und über mich zu PU kam.

Hallo Liebe Leser,

Mein Name ist Andreas und ich habe unter dem Namen banditpua vor ungefähr einem Jahr einen kleinen Hauch Bekanntheit errungen, wahrscheinlich sogar mehr. Damit angefangen hat alles vor ungefähr nun zwei Jahren. Zu alledem kam ich durch loop, den ich, bevor ich startete, permament auslachte und dachte, dass er mit diesem PU-Zeug komplett auf dem falschen Weg ist.

Mittlerweile habe ich eine riesige Anzahl Sozialer Interaktionen hinter mir die nicht alle smooth verliefen :D, habe die krassesten und verrücktesten Leute in ganz Europa getroffen und unheimlich viel Spass gehabt.

Es ist viel Zeit vergangen und es ist so unheimlich viel passiert. Mein Leben hat sich um 180° gedreht und ich habe eine komplett andere Perspektive auf das Leben und auf Soziale Strukturen und Interaktionen. Also wie hat alles angefangen?

Ich konnte mich im Grunde noch nie beschweren. Bevor ich je etwas von PU hörte hatte ich schon eine überdurchnittlich große Erfahrung mit Frauen, rein quantitativ gesehen. Ich fuhr immer ein wenig die achsobekannte “Arschlochschiene” und war im Grunde immer der, der die Frauen abservierte und mitteilte dass es zu einer Beziehung nicht reicht. Ich dachte ich kenne mich und habe ein gutes Game, aber lest weiter. Im Sommer 2005 traf ich sie, meine number 1, meine ganz und gare Göttin der Wonne. Sie hieß Linda und kam aus Lettland. Ich war zu dieser Zeit für zwei Jahre in einer Stadt im Ausland, ohne richtige Freunde, miesem Inner Game und keinem Sozialen Kreis.

Richtig! Genau die richtigen Voraussetzungen sich in eine mir damals so scheinende hb9 :D zu verlieben.

Retrospektistisch gesehen, versuchte ich mein mangelndes Emotionales und Soziales Leben mithilfe von ihr auszugleichen und so quasi ins Equilibrium zu bringen. Trotz der vielen Frauen und der angeblich großen Erfahrung mit dem schwachen Geschlecht stellte sich heraus das ich keine Ahnung hatte wie ich diese Geschichte angehen soll. Super chode deluxe! Ich dachte um sie zu bekommen muss ich nur alles genau umgekehrt wie sonst machen und verhielt mich dabei um ehrlich zu sein lächerlich. Ein ständiges hin und her, unter anderem ruft sie um drei Uhr nachts an und meint ihr gehe es nicht gut, sie sei traurig. Genau ja, ich nahm ein taxi und fuhr umgehend hin um dann angezogen in Jeans und Hemd neben ihr einzuschlafen und sie nicht einmal richtig zu küssen. Es war eine richtige LSE (low-self-esteem) Frau und ich kann mich wohl auch nicht anders bezeichnen zur gegebenen Zeit.

Ich kam an einen Punkt in meinem Leben an, an dem mir viele verschiedene Probleme im familiären und sozialen Bereich, und ja, auch im Frauenbereich über den Kopf wuchsen.

Ich musste reagieren, so konnte es nicht mehr weiter gehen. Wie gerufen kam da natürlich loop, der mir von dieser tollen Methode berichtete wie man das mit den Frauen auf die Reihe bekommen könnte. Neugierig wie ich bin besorgte ich mir sofort alle Literatur und begann alles in mich aufzusaugen wie ein Schwamm der am Schluss vor lauter Flüssigkeit gar nicht mehr zum Putzen zu Gebrauchen ist. I WENT DEEP!

PU und alles was dazugehörte, wurde zu meinem Leben. Ich fraß alles in mich hinein was ich bekommen konnte. Alle verschiedenen Theorien zu Körpersprache, Kommunikation, State Control u yeah baby. Ich war fest davon überzeugt mich zu einem emotionalen Leopard 2 Kampfpanzer zu machen, welcher Angriffe von aussen sogar hervorsagen kann, und präventiv agiert.

Wenn ich zurückschaue habe ich unheimlich viel zeit vergeudet; auf der anderen Seite ging ich auch den richtigen Weg und habe eine vielzahl meiner inneren Ängste in vielen Bereichen nicht mehr verdrängt sondern aktiv konfrontiert und mich ihnen gestellt. Es war eine verrückte zeit und viele Leute fanden mich doch sehr komisch – was ich mittlerweile auch sehr gut verstehen kann. Ich hatte nicht groß Kontakt zu Leuten und mein Leben bestand quasi nur aus Studieren, ein wenig nebenher Arbeiten und Rausgehen. PERIOD.

Mir kam es vor als müsste ich nur die Anleitung, woher auch immer, befolgen und dann würde schon alles gut werden.

Ab einem gewissen Zeitpunkt wurde ich richtig gut. Dies stellte sich vor allem heraus, als loop mich fuer eine Woche besuchen kam und wir einen, den Zeitpunkt und die Umstände berücksichtigt, großen Erfolg hatten und ich mir Sachen und Dinge traute die ich mir vorher im Leben nicht hätte vorstellen können. Wir lagen in dieser Woche und auch anderen oft noch stundenlang im Bett und konnten vor lauter Aufregung gar nicht einschlafen. Da wir noch so geboostet von der Vorkommnissen des Abends waren und es einfach nicht vestehen konnten. Unsere Realität wurde deutlich erweitert. Früher nannte ich dies „freakout state“. Man ist so in State, dass man in einen Club geht und in einer minute eine Frau auf dem Dancefloor küsst. Es ist wie “God Mode”, als hätte man einen Zaubertrank zu sich genommen, nur dass man die ganze Macht die man hat und haben kann noch gar nicht versteht und richtig einsetzen kann.

Zur gleichen Zeit lebte ich in drei verschiedenen Ländern und traf somit unheimlich viele verschiedene Leute. Dies hat mir sicher geholfen bei meiner generellen entwicklung und alles noch ein wenig schneller gemacht.
Mittlerweile bin ich zur Überzeugung gekommen dass ich all diese Bücher und Theorien nicht gebraucht hätte, bis auf kleine Ausnahmen.

Eine sehr vereinfachte formel wäre:

  • Immer dahin wo die Angst ist
  • Jede Angst konfrontieren und 100%ig ehrlich zu sich selbst sein
  • Rausgehen und eine sozialere Person werden
  • und vielleicht ein zwei videos von Juggler oder RSD anschauen

Ich bin metaphorisch gesehen zuerst viele Runden über dem Flughafen gedreht bevor ich zur Landung angesetzt habe. Auf diesem ganzen Weg habe ich eine Menge über mich dazugelernt und mittlerweile eine, mit dem vorherigen status quo verglichen, umheimlich starke und machtvolle Confidence entwickelt.
Ich hatte zu einem großen Teil meinen Selbstwert von den Meinungen anderer abhängig gemacht – immer vor allen cool und stark zu erscheinen, genauso mochte ich es. Ein guter freund machte mich darauf aufmerksam und meinte: get blown out, kill your ego.

Nach einigen Sets mit unter anderem Miss France, einem Topmodel dass nicht einmal den Mund öffnete nach meinem approach und einfach weiter lief obwohl ich ihr noch 25 Meter folgte und einem kompletten Tag als Clown verkleidet in einer traditionellen und konservativen französischen Eliteuni habe ich ein relativ gutes Gefühl dafür entwickelt was rejection heisst.

Es ist mitunter unheimlich schwer von diesem Sozialen Konstrukt zu befreien, welches unsichtbar in unsere Köpfe gewebt und untereinander verbunden ist. Es braucht jedesmal aufs Neue eine große Überwindung und eine gehörige Portion Mut. Nach zwei Jahren im Game möchte ich mich gar nicht als der Community oder sonst einer Organisation zugehörig bekennen – im Gegenteil, ich lehne dies im Grunde sogar ab denn es wird viel Hokuspokus betrieben und viele Männer gehen von einem ins andere Extrem. Es geht doch darum seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, seine eigene Geschichte zu schreiben und seinen eigenen, wenn auch bescheidenen Weg zu gehen.

Was aber tun die Meisten in der Community? Sie folgen irgendwelchen Regeln die von jemand aufgestellt wurden und welche definieren, wie man leben soll. Ich sehe kein Problem darin wenn dies auf einen kritischen und reifen Geist trifft – auf der anderen Seite haben wir aber abertausende quasi gleichgeschaltete Männer die uniform sind und sich nicht groß voneinander unterscheiden.

Ich habe lange Zeit eine Anleitung für mein Leben in PU und der Philosophie gesucht. Nur kann Schopenhauer oder Nietzsche mir leider nicht sagen wie ich mein Leben zu leben habe. Dies muss ich schon alleine herausfinden, diesen Weg muss ich selbst gehen und für mich selbst Verantwortung übernehmen. Alles andere ist meiner Meinung nach fake.

Also was mache ich heute um Frauen zu attracten?!?

Im Grunde nichts. Ja es hört sich komisch an und habe dies früher auch nicht für möglich gehalten.
Ich mache kein Kino, benutze keine Routinen, erzähle nichts von einer Erdbeerwiese oder einer Silbernen Kugel im Garten. Ich finde solche Dinge abstoßend um ehrlich zu sein. Ich bin ein HAMMER TYP der einiges erlebt hat und was zu erzählen hat. Dies gemixt mit einer gehörigen portion Selbstbewusstsein und BIG TIME – einer unheimlichen Ehrlichkeit und fertig ist der Cocktail.

Mit Ehrlich meine ich, immer die Wahrheit sagen oder ganz und gar schweigen. Ehrlichkeit ist auch, einer Frau zu sagen dass ich sie hammer finde und sie gerne kennenlernen würde. Ehrlichkeit ist, der Frau zu sagen dass sie so nicht mit einem umherspringen kann und dass ich schlechtes Verhalten mir gegenüber nicht toleriere. Also fassen wir noch einmal zusammen, meine Synthese:

  • Immer dorthin wo die Angst ist, alle Ängste konfrontieren
  • Rausgehen und ein sozialerer Mensch werden
  • Kompromisslose Ehrlichkeit
  • und genau :D 1, 2 videos von juggler oder rsd anschauen.

Mit all den Veränderungen die ich in mein Leben gebracht habe ist nicht nur mein „Liebesleben” um einiges besser geworden – nein, ich habe für unheimlich viele Bereiche in meinem Leben etwas dazugelernt und bin heute glücklicher als je zuvor, egal ob jetzt alle dinge perfekt ablaufen oder nicht.

Ich wollte euch mit diesem Bericht einen kleinen Einblick in meine persönliche Entwicklung geben und hoffe dass vielleicht der ein oder andere sich selbst in meinen Zeilen wiederfindet und davon möglicherweise etwas fuer sich persönlich verwerten kann.
Viele Grüße aus Paris

Andreas aka. banditpua



4 Responses to “Andreas über seine Entwicklung, Pick-Up und die Community”

  1. denis schreibt:

    he bandit, gibts deinen blog eigentlich nicht mehr? wenn ja, wieso nicht? fand den gut..

  2. Dominique Lüber schreibt:

    seinen blog gibts nichtmehr. ging ihm aufn social circle^^ sprich die leute haben ihn drauf angesprochen - fand er nich so cool :)
    kommt vielleicht mal wieder online…

  3. Sebi schreibt:

    Hi Andi

    Guter Text und interessante Entwicklung.
    Hat sich fast wie von selbst gelesen…

    Schöne Grüsse aus Zürich
    Sebi

  4. carlosgrande schreibt:

    Cool,besten Dank für Deinen Supertext….genau das ist auch meine Erfahrung….am besten fand ich folgende Passage….

    “Also was mache ich heute um Frauen zu attracten?!?

    Im Grunde nichts. Ja es hört sich komisch an und habe dies früher auch nicht für möglich gehalten.
    Ich mache kein Kino, benutze keine Routinen, erzähle nichts von einer Erdbeerwiese oder einer Silbernen Kugel im Garten. Ich finde solche Dinge abstoßend um ehrlich zu sein. Ich bin ein HAMMER TYP der einiges erlebt hat und was zu erzählen hat. Dies gemixt mit einer gehörigen portion Selbstbewusstsein und BIG TIME – einer unheimlichen Ehrlichkeit und fertig ist der Cocktail.”
    Genau das ist es…und wenn dann noch die nötige Portion Natürlichkeit rüberkommt ist der Erfolg (meistens )so gut wie sicher

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