Mehr Nichtraucherschutz //überarbeitet am 20.12.
Der Nichtraucher, darunter auch Ich, muss zur Zeit leider mit ansehen, wie es die Bundesregierung nicht gebacken bekommt den Nichtraucherschutz zu verstärken. Nun wird mit den Ländern verhandelt, da auf Bundesebene kein Eingreifen in die Gastronomie gemacht werden kann. In Baden-Württemberg will man in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten ein Rauchverbot ansetzen. Für Kneipen und Restaurants gibt es noch keine Einigung.
In Niedersachsen wolle man nur an Orten wo sich Menschen zwanghaft aufhalten, Rauchverbote anordnen. “Ein Rauchverbot solle es nur dort geben, „wo sich Menschen zwangsläufig aufhalten müssen“, etwa in Behörden, auf Bahnhöfen oder Flughäfen. Andernorts seien freiwillige Lösungen vorzuziehen.” wird Ministerpräsident Christian Wulff auf der Webseite der FAZ zitiert.
Das halte ich nicht für korrekt. Wenn ich in meiner Mittagspause Essen gehe, dann muss ich doch auch in eine Wirtschaft, wo geraucht wird. Klar, müssen tu ich garnichts. Ich kann mir auch bei -10°C nen Döner im freien reinziehen ![]()
Wenn ich mit nem Kumpel was trinken gehen möchte ist es doch das gleiche Problem. Man darf doch nicht weniger Möglichkeiten beim Ausgehen haben, nur weil man NICHT raucht? Es löst sehr viel Ärger in mir aus. Wieso schafft man es in Deutschland mal wieder nicht, wo es einem andere Länder vormachen. Groß-Britannien zum Beispiel. Der Staat braucht einfach zuviel Geld von der Tabaksteuer. Klar ist, wenn die Tabaksteuereinnahmen wegfallen, steigen wohl die Mwst. oder zb. die Lohnsteuer, was der Nichtraucher sicherlich auch nicht will.
Aber mal zur Gewohnheit Rauchen an sich. Rauchen hat absolut nix positives. Es ist einfach absolut überflüssig und bringt ja nichts. Das ist zwar sehr logisch gedacht, aber ich sehe nichts positives an der Sache. Wenn ich mir zwei Bier reinkippe, dann hab ich Spass, es schmeckt, und ich stille meinen Durst. Ich nehme trocken gesehen, Nahrung auf. Beim Rauchen stille ich nur die Sucht, verräuchere die Lunge. Ich schade meinen Mitmenschen, gebe unnötig Geld aus.
Es macht als Laie, bzw. jemand, der sich mit dem Bundeshaushalt nicht wirklich auskennt, wenig Sinn, sich darüber aufzuregen und zu pöbeln. Trotzdem ist es einfach eine Sache, die mich einfach nur ärgert. Und ich denke das muss ich mit nichts rechtfertigen.
Einen guter Text von der Nichtraucherinitiative Deutschland habe ich eingehangen.
Nichtraucherschutz in der Gastronomie
Gaststätten sind öffentlichkeitsorientiert und von daher Einrichtungen, in denen sich ein Teil des sozialen Lebens abspielt. Schon allein aus diesem Grund müssen Gaststätten mit ihrem Angebot allen Gästen gerecht werden. Hinzu kommt, dass viele Menschen in Ausübung ihres Berufes Gaststätten aufsuchen müssen, weil es für sie sonst keine gleichwertige Möglichkeit gibt, Kunden zu treffen oder ihr Bedürfnis nach warmem Essen zu befriedigen.
Insofern ist die Gaststätte auch ein Arbeitsplatz - nicht nur für das Personal, sondern auch für einen großen Teil sowohl der abhängig Beschäftigten als auch der Selbstständigen. Dass sich im Deutschen Bundestag keine Mehrheit für einen gesetzlichen Nichtraucherschutz in der Gastronomie gefunden hat, ist sehr bedauerlich. Denn von den Gastwirten selbst ist nicht zu erwarten, dass sie den Bedürfnissen ihrer bisherigen und potenziellen nichtrauchenden Gäste in großem Umfang nachkommen.
So liegt der Anteil der Raucher unter den Gastwirten bei über 60 Prozent. Die Folge ist mangelndes Eigeninteresse an der freiwilligen Einrichtung von rauchfreien Räumlichkeiten. Bei den meisten Gaststätten, die bereits Nichtraucherschutz praktizieren, war nach einer Umfrage der NID die Gesundheit der Gastwirte die treibende Kraft. Die Mehrheit der Bundesbürger will rauchfrei speisen
Das zeigt eine Repräsentativbefragung der renommierten GfK Marktforschung, Nürnberg, vom September 2000 im Auftrag der Nichtraucher-Initiative Deutschland. Bei den 16- bis 69-Jährigen sind es 56,8 Prozent. Von den Nichtrauchern wünschen sich 77,4 Prozent eine qualmfreie Luft beim Essen und Trinken, von den Rauchern 23,2 Prozent. Wenn es zutrifft, dass - nach Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) - der Anteil der Raucher in den Gaststätten bei über 50 Prozent liegt, dann führt ein gesetzlicher Nichtraucherschutz aufgrund des großen Nichtraucheranteils (weit über 60 Prozent der erwachsenen Bundesbürger sind Nichtraucher) zu einer erheblichen Umsatzsteigerung; denn viele Nichtraucher verzichten derzeit wegen verqualmter Luft auf einen Gaststättenbesuch.
Eine gesetzliche Regelung würde alle Gaststätten betreffen und deshalb die derzeitige Wettbewerbssituation nicht verändern. Zudem würde ein vorgeschriebener Nichtraucherschutz die Personalprobleme der Gastwirte verringern, weil dann mehr Nichtraucher bereit wären, in den dann rauchfreien Räumen zu arbeiten.
Dieser Tischaufsteller in den Farben grün-orange auf helgelbem Karton im Format 10 x 5 cm und
17 x 7 cm ist bei der NID kostenlos erhältlich.
Stellen Sie diesen Tischaufsteller in Gaststätten ohne Nichtraucherschutz auf Ihren Tisch!
Seit vielen Jahren gibt die NID einen Gastronomieführer für Nichtraucher heraus. In die Ausgabe 2001 wurden nichtraucherfreundliche Bewirtungsbetriebe, (Gaststätten, Restaurants, Cafés, Weinstuben und Teestuben) aufgenommen, die folgende Voraussetzungen erfüllen: Sie sind entweder ganz rauchfrei oder sie bieten rauchfreie Räume an. Darüber hinaus sind auch die Bewirtungsbetriebe aufgeführt, die rauchfreie Bereiche mit mehr als 50 Plätzen anbieten oder mindestens die Hälfte ihrer Sitzplätze für Nichtraucher reserviert haben. Außerdem enthält der Gastronomieführer Beherbergungsbetriebe (Hotels, Pensionen, Gästehäuser), die entweder ganz rauchfrei sind oder rauchfreie Zimmer zur Übernachtung in Kombination mit rauchfreier Bewirtung nach obigen Kriterien anbieten. Die einzelnen Gastronomiebetriebe sind nach Postleitzahlen geordnet.
Eine Gesamtübersicht der Postleitzonen für ganz Deutschland befindet sich am Beginn des Anschriftenteils. Innerhalb einer Postleitzahl bestimmen der genaue Ortsname und die Straße die Reihenfolge. Auf den Seiten 66 bis 68 befinden sich insgesamt 31 nichtraucherfreundliche Gastronomiebetriebe des deutschsprachigen Auslands: Österreich (24) Schweiz (6) und Italien (1). Bei fast allen Betrieben sind E-Mail- und Internetadresse angegeben.

Freitag, 15. Dezember 2006 um 13:37
Beim Rauchen stille ich nur meine Sucht, verräuchere meine Leber.
hahahahaha deine Leber hahaha
Montag, 18. Dezember 2006 um 01:16
> Beim Rauchen stille ich nur meine Sucht, verräuchere meine Leber.
Ich glaube nicht dass jemals irgendein Raucher seine Leber(!) verräuchert(!!) hat. Was du wahrscheinlich meinst ist die Lunge, und die wird nicht verräuchert sondern zugeteert.
> Ich kränke meine Mitmenschen, gebe Geld aus.
Also, wenn man mit Menschen weggeht, die man kränkt wenn man raucht sollte man das wirklich nicht tun. Wenn du allerdings meinst die Mitmenschen ‘krank zu machen’ hast du vielleicht recht.
Du glaubst die Regierung kriegt es nicht gebacken? Überleg mal wieviel Steuer auf den Zigaretten und Tabakwaren ist. Die Regierung WILL gar kein Rauchverbot weil sie sich damit tief in’s eigene Fleich schneiden würde.
Montag, 18. Dezember 2006 um 08:05
…nochwas: Du musst keinesfalls in eine Wirtschaft gehen um zu essen, schon gar nicht in eine in der geraucht wird. Denn frag doch mal in der Kneipe deines Vertrauens warum die kein Rauchverbot einführen? (Was sie übrigens dürfen) Nämlich weil ein Drittel der Deutschen Raucht, und die Gastronomie Umsatzeinbußen befürchtet.
Im Endeffekt geht es nur um die Kohle. Der Staat will seine Zigarettensteuerhahn nicht zudrehen und die Gastronomie will auf Raucher als Zahlende Kunden nicht verzichten. Du als Nichtraucher solltest dich Freuen dass wir Raucher die Benzinpreise und alles andere was noch nicht so hart besteuert wird für euch tief halten.
Ich höre auch bald auf mit rauchen, und dann werd ich jeden der raucht nur noch dazu animieren seine Lungen (Äh, seine Leber) zu verräuchern und mir einen Großteil an Steuern abzunehmen.
Wenn wir alle aufhören mit rauchen, und du endlich freische Luft in deiner Zwangswirtschaft atmen kannst, blechst du ordentlich mehr!
Montag, 18. Dezember 2006 um 09:17
ich liebe dich schnitzel
Mittwoch, 20. Dezember 2006 um 17:10
Das is mir auch klar Schnitzel.
Ich sag doch, der Staat muss die Steuer aus dem Tabak eben mit etwas anderem kompensieren. Ist als Laie ziemlich einfach dahergesagt, aber man machts sichs halt auch einfach damit.
Das mit der Leber war natürlich ein Fehler von mir
kommt vor.
Wenn alle Restaurants ein Rauchverbot einführen müssten, gäb es auch keine Umsatzeinbußen, da es dann überall gleich bleibt.
Oder denkst du, dass die Leute dann mehr daheim essen?
Wie gesagt, das sind alles Relationen. Der eine Wert, sort für den anderen.
Haben wir einen nicht, brauchen wir den anderen nicht.
Freitag, 22. Dezember 2006 um 23:03
>Ich sag doch, der Staat muss die Steuer aus dem Tabak eben mit etwas anderem kompensieren.
Wie wärs mit der Einsparung von Kosten bei der Krebsbehandlung?
Das verschlingt schon einen guten Teil dessen, was an Tabaksteuer reinkommt - im Ganzen gesehen.
Und wer bezahlt die Krankenversicherung? Richtig, Raucher und Nichtraucher gleichermaßen. Quasi subvensionieren Nichtraucher die Dummheit der Raucher noch mit.
Zu dem Standardargument der Raucher “Meine Oma ist 92 und raucht schon seit 70 Jahren und ist kerngesund”:
Das mag schon sein - beweist aber nicht dass Rauchen nicht krebserregend ist.
Nehmen wir an, rauchen bringt 5% Krebsrisiko. Dann bleiben 19 von 20 Rauchern krebsfrei. Aber von 20 Millionen Rauchern kommt eine Million irgendwann mit Krebs ins Krankenhaus… und eine Krebsbehandlung kann schnell mal einen fünfstelligen Betrag kosten.